Herzschrittmacher Röntgenbild

Patient mit Defibrillator-
Weste (mit freundlicher Genehmigung Fa. Zoll)


Herzschrittmacher und Defibrillatoren


Wenn das Herz „aus dem Tritt geraten“ ist, können Herzschrittmacher oder Defibrillatoren dafür sorgen, dass es wieder normal, das heißt regelmäßig und in angemessenem Tempo schlägt. Dabei werden kleine elektronische Impulsgeber eingesetzt und 1 bis 3 Elektroden im Herzen verankert. Der Eingriff erfolgt häufig ambulant und unter örtlicher Betäubung.


Drei Behandlungsarten

Je nachdem, welche Herzrhythmusstörung vorliegt, stehen verschiedene Behandlungsarten zur Verfügung:
  1. Herzschrittmacher
  2. Implantierbarer Defibrillator (engl.: ICD)
  3. Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Herzschrittmacher bei verlangsamtem Herzschlag

Der natürliche Herzschlag wird von elektrischen Impulsen innerhalb des Herzens gesteuert. Manchmal erfolgen die Impulse zu langsam oder sie werden verzögert weitergeleitet. Die Folgen können Bewusstlosigkeit, Schwindel, Leistungsschwäche und andere Symptome sein. Beim sogenannten Bradykardie-Tachykardie-Syndrom dagegen wechseln sich unregelmäßiges Herzrasen und langsamer Puls ab.

Herzschrittmacher Untersuchung Dr. Küx

Funktion des Herzschrittmachers

Herzschrittmacher bestehen aus zwei Teilen: aus einem kleinen elektronischen Impulsgeber, der unterhalb des Brustbeins eingesetzt wird und einer oder mehreren Sonden (Elektroden), die im Herzmuskel implantiert werden und dort durch Abgabe von elektrischen Impulsen den verlangsamten Herzschlag wieder „auf Trab“ bringen.

Ambulante Herzschrittmacher Kontrolle und Programmierung

Ablauf der Implantation

Die Implantation erfolgt häufig ambulant unter örtlicher Betäubung und ist mit nur geringen Risiken verbunden. Um die Elektroden an der richtigen Stelle zu implantieren, muss zunächst ein Röntgenbild angefertigt werden.

Die Lebensdauer von Herzschrittmachern liegt bei 8-12 Jahren, danach ist die Batterie erschöpft. Dann muss der Impulsgeber ausgetauscht werden. Dies erfolgt häufig ambulant. Die im Herzen liegenden Elektroden können meist weiter genutzt werden.

Anwendungsgebiete für Defibrillatoren (ICDs)

Defibrillatoren werden eingesetzt, wenn das Herz gefährlich schnell schlägt, oder „flimmert“. Von der Funktionsweise her besteht kaum ein Unterschied zu einem Herzschrittmacher. Hier wie dort gibt es einen Impulsgeber unter der Haut und Elektroden am Herzen. Der Defibrillator bewirkt jedoch genau das Gegenteil. Der Herzschrittmacher bringt das Herz auf Trab, der Defibrillator reguliert oder verlangsamt das Herz, wenn es zu schnell schlägt. Durch die Abgabe von Stromstößen kann er das lebensbedrohliche Kammerflimmern beenden. Das Herz wird sozusagen elektrisch „auf Null zurückgesetzt“ und der normale Herzschlag kann wieder beginnen.

Ablauf der Implantation

Die Implantation erfolgt meistens stationär unter örtlicher Betäubung. Teilweise ist eine Kurznarkose zum Testen des Geräts erforderlich. Es werden 1-3 Elektroden im Herzen verankert. Die Haltbarkeit der Geräte liegt bei 5 bis 10 Jahren, dann wird ein Austausch des Impulsgebers erforderlich.

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Hinter dem Begriff „Kardiale Resynchronisationstherapie“ verbirgt sich eine Behandlungsmethode, die meistens als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung der Herzschwäche verwendet wird. Angewendet wird diese Therapie, wenn die linke Herzkammer sich „asynchron“, d.h. nicht in allen Wandabschnitten gleichzeitig zusammenzieht. Dadurch wird die Pumpleistung des kranken Herzens nochmals eingeschränkt.
Wenn die Pumpfunktion der linken Herzkammer sehr stark eingeschränkt ist und bestimmte Veränderungen im EKG vorliegen, wird durch zusätzliche Implantation einer dritten Elektrode (sog. 3-Kammer-System, CRT-D) die Herzleistung und damit die Symptome einer Herzschwäche in vielen Fällen (ca. 70%) verbessert. Die Elektrode muss über die linksseitige Herzvene platziert werden, was große Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert. Die Spezialisten in unserem Ärzteteam verfügen über die hierfür notwendige Expertise.


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