Elektrophysiologische Untersuchung / Ablation

Vorhofflimmern und andere
Herzrythmusstörungen

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Elektrophysiologische Untersuchung / Ablation

Die elektrophysiologische Ablation (lat. „abtragen“) ist ein Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern. Dabei werden kleine Stellen am Herzen mittels eines Katheters verödet.

Vorhofflimmern ist weltweit die bedeutendste Herzrhythmusstörung

Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, hieran zu erkranken.

Elektrophysiologische Ablation
Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Abbott GmbH

Ausgelöst wird es zumeist durch fehlgesteuerte elektrische Impulse aus den Lungenvenen.
 

Die Beschwerden

Vorhofflimmern führt zu Beschwerden wie Herzstolpern, Atemnot, Leistungsschwäche und bringt ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall und andere Embolien mit sich. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht anschlägt oder unerwünschte Nebenwirkungen erzeugt, stellt die elektrophysiologische Ablation eine Alternative dar.
 

Die Behandlung

Da Impulse aus den Lungenvenen als Hauptauslöser gelten, versucht man, das übrige Herzgewebe dagegen „abzuschotten“. Dies erfolgt durch gezielte Narbenbildung mittels Vereisung (Kryoablation) oder Hitze mittels Hochfrequenzenergie (HF-Ablation), denn vernarbtes Gewebe bildet quasi eine Barriere gegen die Ausbreitung der elektrischen Impulse.
 

Der Eingriff

EPU Darmstadt

Der Eingriff erfolgt in einer leichten Narkose im Katheterlabor der Kardiologie Mathildenhöhe. Über die Leistenvene werden mehrere Katheter ins Herz geführt. An den Mündungen der Lungenvenen erfolgt die Verödung. Der Eingriff dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden. Im Anschluss werden die Patienten auf der Überwachungsstation für 1 Nacht überwacht.

Die Heilung

Die Erfolgsrate hängt von der Dauer des Vorhofflimmerns ab. Bestand es weniger als 1 Jahr, kann in ca. 85 % der Fälle von einer dauerhaften Heilung ausgegangen werden. In manchen Fällen bedarf es hierzu allerdings eines zweiten ergänzenden Eingriffs.
 

Weitere Herzrhythmusstörungen, die mit Ablation therapiert werden können

Reentrytachykardien – lebenslange Heilung

Auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann es zu Anfällen von Herzrasen kommen.

EPU 3-D
Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Abbott GmbH

Ursache sind überschüssige Leitungsbahnen im Herzen. Man spricht von AV-Knoten-Reentrytachykardien und WPW-Syndrom.

Die Symptome sind oft mit Medikamenten nicht ausreichend kontrollierbar. Oder sie treten nur sporadisch auf, so dass eine dauerhafte Medikamenteneinnahme nicht gerechtfertigt erscheint oder nicht vertragen wird.

Dann ist die elektrophysiologische Verödung der zusätzlichen Leitungsbahnen angezeigt. Sie kann von unseren erfahrenen Kardiologen mit hoher Erfolgsrate (über 95 %) und geringer Komplikationsrate durchgeführt werden und verspricht eine lebenslange Heilung.
 

Der Eingriff

EPU Röntgen DarmstadtDer Eingriff erfolgt in einer leichten Narkose und dauert selten länger als ein bis zwei Stunden. Ein bis zwei Spezialkatheter werden über die Leiste ins Herz geführt. Die störende Leitungsbahn wird mittels Abgabe von Hochfrequenzenergie verödet. Eine Entlassung ist meist am nächsten Tag möglich.

 

Das EPU-Team

Die elektrophysiologischen Kathetereingriffe werden in unserem kooperativ genutzten Herzkatheterlabor der Kardiologie Mathildenhöhe Darmstadt am Agaplesion Elisabethenstift durchgeführt. Die hierzu erforderliche, aufwändige technische Ausstattung,  befindet sich auf dem neuesten Stand. Nach dem Eingriff ist eine 1-2tägige stationäre Überwachung im Agaplesion Elisabethenstift ausreichend.

Die Eingriffe  werden in enger Kooperation mit den Fachärzten der Kardiologie 2 / Rhythmologie der Universitätsmedizin Mainz (Direktor Prof. Dr. med. Th. Rostock) durchgeführt, unterstützt von einem in der Elektrophysioloigie  sehr erfahrenen Pflegeteam. Das universitäre Team von Prof. Rostock gehört zu den profiliertesten elektrohysiologischen Gruppen in Deutschland.

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