Elektrophysiologische Katheter im Röntgenbild

3D Mapping Verfahren

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Vorhofflimmern und andere
Herzrythmusstörungen


Die elektrophysiologische Ablation (lat. „abtragen“) ist ein Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern. Dabei werden kleine Stellen am Herzen mittels eines Katheters verödet.


Vorhofflimmern ist weltweit die bedeutendste Herzrhythmusstörung

Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, hieran zu erkranken. Ausgelöst wird es zumeist durch fehlgesteuerte elektrische Impulse aus den Lungenvenen.

Die Beschwerden

Vorhofflimmern führt zu Beschwerden wie Herzstolpern, Atemnot, Leistungsschwäche und bringt ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall und andere Embolien mit sich. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht anschlägt oder unerwünschte Nebenwirkungen erzeugt, stellt die elektrophysiologische Ablation eine Alternative dar.

Die Behandlung

Da Impulse aus den Lungenvenen als Hauptauslöser gelten, versucht man, das übrige Herzgewebe dagegen „abzuschotten“. Dies erfolgt durch gezielte Narbenbildung mittels Vereisung (Kryoablation) oder Hitze mittels Hochfrequenzenergie (HF-Ablation), denn vernarbtes Gewebe bildet quasi eine Barriere gegen die Ausbreitung der elektrischen Impulse.

Der Eingriff

Der Eingriff erfolgt in einer leichten Narkose. Über die Leistenvene werden mehrere Katheter ins Herz geführt. An den Mündungen der Lungenvenen erfolgt die Verödung. Der Eingriff dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden. Im Anschluss werden die Patienten auf der Überwachungsstation für 1 Nacht überwacht.

Die Heilung

Die Erfolgsrate hängt von der Dauer des Vorhofflimmerns ab. Bestand es weniger als 4 Jahre, ist in ca. 70 % der Fälle von einer dauerhaften Beseitigung des Vorhofflimmerns auszugehen. In den übrigen Fällen ist evtl. ein ergänzender zweiter Eingriff erforderlich. Zu einem gewissen Prozentsatz ist allerdings die Beseitigung des Vorhofflimmerns nicht mehr möglich. Dann muss die Rhythmusstörung leider als Dauerzustand akzeptiert werden.

Weitere Herzrhythmusstörungen, die mit Ablation therapiert werden können


Reentrytachykardien – lebenslange Heilung

Auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann es zu Anfällen von Herzrasen kommen. Ursache sind überschüssige Leitungsbahnen im Herzen. Man spricht von AV-Knoten-Reentrytachykardien und WPW-Syndrom.

Die Symptome sind oft mit Medikamenten nicht ausreichend kontrollierbar. Oder sie treten nur sporadisch auf, so dass eine dauerhafte Medikamenteneinnahme nicht gerechtfertigt erscheint oder nicht vertragen wird.

Dann ist die elektrophysiologische Verödung der zusätzlichen Leitungsbahnen angezeigt. Sie kann von unseren erfahrenen Kardiologen mit hoher Erfolgsrate (über 95 %) und geringer Komplikationsrate durchgeführt werden und verspricht eine lebenslange Heilung.

Der Eingriff

Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung. Ein bis zwei Spezialkatheter werden über die Leiste ins Herz geführt. Die störende Leitungsbahn wird mittels Abgabe von Hochfrequenzenergie verödet. Eine Entlassung ist meist am nächsten Tag möglich.


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